JA zur Entlastung von Familien und Menschen mit tiefem Einkommen


Mit der Umsetzung der Steuerreform wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert und Menschen mit kleinen Einkommen steuerlich entlastet.

Steuersenkungen für kleine Einkommen

Mit der Steuervorlage wird eine Milderung des Einkommenssteuertarifs für kleine Einkommen vorgeschlagen. Neu soll die Besteuerung für Alleinstehende statt bei einem steuerbaren Einkommen von 10'000 Franken erst bei 12'000 Franken einsetzen. Bei Verheirateten beginnt die Besteuerung statt wie bisher bei einem steuerbaren Einkommen von 19'000 Franken neu erst bei 22'800 Franken.

Somit werden Alleinstehende bis zu einem steuerbaren Einkommen von 35'800 Franken entlastet, Verheiratete bis zu 68'000 Franken.

«Durch die Steuersenkung können 90'000 Steuerpflichtige (von 165'000) mit einer Senkung der Steuerbelastung rechnen. Für rund 40'000 Steuerpflichtige sinkt sie spürbar um mindestens 10 Prozent; davon werden etwa 4'000 mit sehr tiefen Einkommen neu gar keine Einkommenssteuer mehr entrichten müssen.»

Selbständige profitieren ebenfalls von den Steuersenkungen

Gemäss dem kantonalen Steuerregister werden rund die Hälfte, nämlich 7’095 von 14'280 Selbständigerwerbenden von der Reduktion des Einkommenssteuertarifs profitieren. Diese Tatsache ist dem Umstand geschuldet, dass viele Gewerbler einen Lohn beziehen, der den unteren Einkommensklassen zuzurechnen ist, die mit der STAF II nun entlastet werden.

Rentnerinnen und Rentner zählen zu den Gewinnern

Zu der Gruppe der profitierenden Steuerpflichtigen zählen auch viele Rentnerinnen und Rentner. Vor allem ältere Menschen, die ausschliesslich von der AHV leben, werden spürbar entlastet.

«Vom tieferen Einkommenstarif profitieren rund 24'500 Rentner (inkl. Rentner-Ehepaare mit einem oder zwei Rentnern). Das sind 44 Prozent aller Rentnerinnen und Rentner. Rund 8'900 (16 Prozent) Rentner bezahlen bereits unter dem aktuellen Tarif keine Einkommenssteuer.»

Erhöhung des Steuerabzugs für die Kinderdrittbetreuung

Aktuell können im Kanton Solothurn für die Kosten der familienexternen Kinderbetreuung pro Kind maximal nur 6'000 Franken steuerlich in Abzug gebracht werden. Neu soll diese Maximalgrenze auf 12'000 Franken erhöht werden. Dieser erhöhte Abzug entlastet Familien finanziell und leistet einen Betrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Unterstützung der Familien-Ergänzungsleistungen

Die Unternehmen verpflichten sich jährlich für neue Beiträge im Umfang von 7 Mio. Franken an die bestehenden Ergänzungsleistungen für Familien. Dies sind Beiträge an Familien mit kleinen Kindern, die trotz Erwerbstätigkeit nicht über genügend Mittel für die Lebenshaltung verfügen.

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