JA zur Stärkung der Solothurner KMU


Ungleichbehandlung der Unternehmensbesteuerung abgeschafft

Bis Ende 2019 wurden international tätige Konzerne (Statusgesellschaften) in der Schweiz privilegiert besteuert. Diese Ungleichbehandlung wurde mit dem JA zur nationalen AHV-Steuervorlage vom 19. Mai 2019 abgeschafft. Die Schweiz musste sich auf internationalen Druck anpassen. Hätte sie nicht gehandelt, wären die guten Wirtschaftsbeziehungen zum Ausland aufs Spiel gesetzt worden und international orientierte Firmen wären abgewandert.

International tätige Firmen bezahlen mit der Umsetzung der Vorlage höhere Steuern

Während im Kanton Solothurn «normale» KMU ab einem Gewinn ab 100'000 Franken mit einem effektiven Gewinnsteuersatz von über 21 Prozent besteuert werden, galt für Statusgesellschaften ein Satz von unter 10 Prozent und für Prinzipalgesellschaften sogar ein noch ein wesentlich tieferer Satz. Mit der Abschaffung des Sonderstatuts auf Bundesebene werden für die Statusgesellschaften nun die ordentlichen Gewinnsteuersätze relevant. Mit effektiven Steuersätzen über 21 Prozent ist der Kanton Solothurn für diese mobilen Gesellschaften steuerlich nicht mehr wettbewerbsfähig.

Abb. Veränderung der Steuerbelastung durch die Steuervorlage

Anpassung Steuern2Quelle: Botschaft zur Steuervorlage, eigene Darstellung

Mit der Steuervorlage werden alle Firmen gleichbehandelt

In Zukunft werden alle Firmen nach denselben Regeln besteuert. Die Sonderregeln für international tätige Firmen werden durch Massnahmen ersetzt, von denen alle Unternehmen gleichermassen profitieren können.

Heute ordentlich besteuerte Firmen und KMU profitieren

Im Gegenzug zur Abschaffung der Steuerprivilegien sieht der Kanton Solothurn eine Senkung der Gewinnsteuern vor. Von diesen Massnahmen profitieren insbesondere die heute ordentlich besteuerten Firmen und KMU. Sie werden im Durchschnitt tiefere Steuern bezahlen als bisher.

«Die Steuervorlage schafft keine neuen Privilegien. Im Gegenteil, Privilegien werden abgeschafft und die Gleichbehandlung wird gestärkt. Internationale Konzerne werden steuerlich belastet, einheimische KMU entlastet.»

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